Neu von Sophie K.: »Schöne, blaue Erde«

Wir schreiben das Jahr 2177, historische Erdzeit. Mrs Larsson war noch nie im Weltall. Dann erklärt die Zentralregierung die Erde zum Sperrgebiet, und Mrs Larsson fängt mit Mitte sechzig noch mal ganz neu an. Wie das so läuft, davon handeln die vier Geschichten in meinem neuen E-Book: »Schöne, blaue Erde« — Drama und Aliens inklusive.

Erwartet keine Schlachtschiffe, Explosionen und coole Superhelden. Bis eben gerade lebte Mrs Larsson noch einen unaufgeregten Erd-Alltag mit Gymnastikgruppe, Mah-Jongg und Zimtschnecken. Dann blitzt der Alarm am Kühlschrank los und es wird ernst: Die Evakuierung beginnt und Mrs Larsson muss Abschied nehmen …

Ein letzter Gang durchs Haus, dann eilt sie zum Shuttle. Wie wird es sein, das Leben im Weltall? (»Schöne, blaue Erde«). Nicht gemütlich, so viel steht fest. Nach der Ankunft auf der Raumstation Obrion IV kämpft Mrs Larsson mit dem Abschiedsschmerz und altbackenen Robotern, die auf Menschen nicht eingerichtet sind. Schon die erste Nacht fordert sie bis zum Äußersten (»Unifon«). Derweil wird auch ihr Sohn Stephen auf der Raumstation Dronning Marie von den Ereignissen überrascht. Das Ende seines Heimatplaneten bleibt nicht die einzige Schock-Nachricht. (»Stephen«).

Ein Trost: das Leben geht weiter, auch im Weltraum. Und einige Erdwochen später fragt sich Mrs Larsson: Mit wem den »Heiligabend auf Obrion IV« verbringen? Zufällig brennt im Büro nebenan noch Licht …

Obrion IV feiert Geburtstag

»Heiligabend auf Obrion IV« war im Dezember 2007 eine meiner ersten Kurzgeschichten. Nun wird sie 10 Jahre alt. 2008 der Text in der Anthologie »Herzklopfen und andere Lebenszeichen« der Autorengruppe espressivo, herausgegeben von Ulrike Weinhart und Katja Sacher.

Seitdem bin ich in die Space-Welt immer mal zurückgekehrt. Die Titelgeschichte »Schöne, blaue Erde« kam 2010 dazu, für eine espressivo-Aktion, die Geschichten über kleine Bezüge verknüpfte: Der »alte Schinken«, der bei den Larssons über dem Kamin hängt, spielt eine Rolle in der Geschichte »Sommerbild« meiner lieben Autorenkollegin Anna-Kathrin Warner. Die Cello-Elégie von Gabriel Fauré — laut Stephen Larsson »das schönste Klagelied der Welt« — spinnt den Faden zu einer Erzählung von Cornelia Fröschl.

»Unifon« und »Stephen« sind neu von 2017. Zusammen erzählen die vier Geschichten, wie es zu der Begegnung zwischen Mrs Larsson und Uqut am Heiligabend kam. Und wie es wäre, an einem fremden, unwirtlichen Ort ganz von vorn beginnen zu müssen.

Nun hoffe ich, dass ihr Mrs Larsson, Uqut, Stephen und die anderen mögt. Sie alle sind mir ans Herz gewachsen, und dies sind sicher nicht die letzten Geschichten, die ich über sie schreibe.

And now … viel Spaß beim Lesen, habt schöne Feiertage und dann kommt gut ins neue Jahr!

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